Sonnenschutz - Nie ohne!

Sommer, Sonne, Sonnenbrand. Leider ist Sonnenbaden nicht ungefährlich, denn zu viel UV-Strahlung kann die Haut nachhaltig schädigen. Da hilft nur ein ausreichender Sonnenschutz mit dem richtigen Lichtschutzfaktor. Aber welcher ist für welchen Typ am besten geeignet? Und was kann man tun, wenn man eine Sonnenallergie hat?

Lichtschutzfaktor – eine Frage des Hauttyps

Schon einmal eines vorweg: Der Lichtschutzfaktor gibt nicht an, wie stark die gefährliche UV-Strahlung blockiert wird, sondern wie lange. Also um wie viel länger man sich mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Allerdings bezieht sich dies nur auf UV-B-Strahlung. Für die Messung von Schutzwirkung gegen UV-A hat man sich bislang noch auf keinen internationalen Standard einigen können. Jeder kann selbst nachrechnen, wie lange er höchstens in der Sonne bleiben kann. Dazu wird der ausgewählte Lichtschutzfaktor mit der niedrigsten individuellen Eigenschutzzeit der Haut multipliziert. Die sogenannte Eigenschutzzeit richtet sich nach dem Hauttyp mit der Faustregel: Wer sehr helle Haut und Sommersprossen hat, kann sich ohne Sonnenschutz etwa 10 Minuten lang in der Sonne aufhalten. Wer hingegen dunkle Haut, Haare und Augen hat, kann sich ohne Schutz 40 - 60 Minuten lang in der Sonne aufhalten.

Hautärzte empfehlen deshalb, Sonnencremes mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 und einem „broad spectrum"-Schutz zu verwenden. Solche Cremes schützen sowohl vor UV-B- als auch UV-A-Strahlung.


Sonnenallergie – Juckreiz und rote Haut nach dem Sonnenbad

Die polymorphe Lichtdermatose, im Volksmund auch Sonnenallergie genannt, ist eine Hautveränderung, die unter Einwirkung von UV-A-Strahlung entsteht. Sie tritt vor allem an den Außenseiten der Oberarme, am Halsausschnitt und im Gesicht auf. Sie kann sich durch Rötung, Bläschen oder Knötchen äußern und ist mit Juckreiz verbunden.

Als Therapie empfiehlt sich für die äußere Anwendung eine Zink-Lotion, da diese antientzündlich und kühlend wirkt. Empfindliche Menschen können vorbeugend eine Antioxidantien-Creme nutzen. Manche Experten empfehlen auch eine Prophylaxe mit Antihistaminika.

Um herauszufinden, welche Methode für einen selbst am besten geeignet ist, sollte man sich aber vom Arzt oder Apotheker beraten lassen.

Carotinoide –Sonnenschutz von Innen

Rote Gemüsesorten wie Karotten, Tomaten, Paprika und grünes Gemüse wie Spinat sind reich an Carotinoiden. Der Verzehr führt zu einer Anreicherung des Pflanzenstoffs im Fettgewebe der Haut. Der Teint kann dabei einen leichten Orange-Ton annehmen. Carotinoide unterstützen den eigenen Schutzmechanismus der Haut – Sonnencreme kann der Pflanzenstoff allerdings nicht ersetzen.

Unser Tipp

Sonnenschutz gehört selbstverständlich in jede Reiseapotheke. Ebenso eine gute After-Sun-Lotion, die schnell einzieht und die Haut angenehm kühlt. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten.